Engel


Schlossgeschichte Hofbaumeister
Fürstenhaus
Schlossgarten
Schlossbuch
Publikationen
Ausstellungen
Modelle
Förderverein
E-Mail
Impressum
Kopf

Der Baumeister, Bildhauer, Stuckateur und Maler Johann Christoph Schütze
— Die Jahre nach 1730 —
Die künstlerischen Leistungen der Architekten und Gestalter des Zerbster Schlosses, Teil IV

Mit diesem Beitrag wird die Darstellung des Ouvres des außerordentlich begabten Hofbaumeisters Johann Christoph Schütze fortgesetzt. Nachfolgend sind die Bauwerke und weiteren Arbeiten nach 1730 in chronologischer Reihenfolge aufgelistet, an denen Schütze, soweit bekannt und erforscht, planerisch, bauleitend oder ausführend tätig war.

Residenz Zerbst, Vogtei
In den Jahren 1731 bis 1733 entstand in der Käsperstraße zwischen der Einmündung der heutigen Gartenstraße und dem ehemaligen "Poltertor" eine neue Vogtei. Schon 1728 hatte Schütze die Pläne für diese Vierflügelanlage vorgelegt. Es handelte sich um ein zweistöckiges Wirtschaftsgebäude mit Keller, in dem sich sechs Gefängniszellen befanden. In diesem Gebäudekomplex wohnte der Vogt, dem wohl die niedere Gerichtsbarkeit oblag.
Die Vogtei trug Ende des 18. Jahrhunderts den Namen "Vorwerk", im 19. Jahrhundert "Herzoglicher Amthof" bzw. "Domänengehöft". Der Gebäudekomplex wurde nach 1877 abgebrochen.

  Friederikenvorwerk Portal des Friederikenvorwerks in Friesland, Foto 2011
Schloss Jever, Turm
Einige Teile des Schlosses in Jever gehen auf eine Wehranlage des 14. Jahrhunderts zurück. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden um den massigen Bergfried mehrere Gebäude errichtet. Durch Erbschaft gelangte die Herrschaft Jever in Friesland im Jahr 1667 zu Anhalt-Zerbst. Der Zerbster Regent Johann August (1677-1742) setzte dort seinen Cousin Johann Ludwig (1688-1746) aus der Dornburger Nebenlinie als Oberlanddrost ein. In fürstlichem Auftrag plante Johann Christoph Schütze einen barocken Aufsatz für den Bergfried, der von 1731 bis 1736 durch Jobst Christoph von Rössing realisiert wurde.
Die Schlossfassade erfuhr im 19. Jahrhundert starke Veränderungen, seit 1921 befindet sich ein Museum im Gebäude. Der Turm mit seiner hohen Barocklaterne, Zwiebeldach und Fahne existiert noch heute und ist ein Wahrzeichen der Stadt Jever.

Residenz Zerbst, Trinkwasserleitung
Eine wasserbautechnische Ingenieurleistung hatte Johann Christoph Schütze mit der Planung und Realisierung einer Trinkwasserleitung zum Zerbster Schloss zu bewältigen. Die Verlegung von sogenannten Röhrbäumen, ausgehöhlten Baumstämmen, erfolgte 1732 von einer Quelle vor dem Breite-Straßen-Tor bis in die fürstliche Küche. Dabei war eine Strecke von knapp 1,5 Kilometern zurückzulegen.
Über wie viele Jahre diese Wasserleitung ihren Dienst tat, ist nicht belegt. Nach dem Wegfall der Hofhaltung durch den Weggang des letzten Zerbster Fürsten 1764 dürfte eine generelle Erneuerung nicht mehr erfolgt sein. Mit der Errichtung des Wasserwerkes inklusive des Turmes 1894 wurde auch das Schloss von dort versorgt. Im Jahr 1902 erhielten weitere Schlossräume Wasseranschlüsse.

Saalebrücke Weißenfels
Die Brücke über die Saale in Weißenfels wurde im harten Winter 1731 durch Hochwasser zerstört. Im Auftrag des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels (1682-1736) entstand 1732/33 eine völlig neue, massive Brücke, die zwei Fahrbahnen und einen Weg für Fußgänger aufwies. Baumeister Gottfried Schröter zeichnete für den Bau zuständig, eine Beteiligung Schützes bzw. seine Aufsicht wird angenommen.
Die Brücke brannte während des Siebenjährigen Krieges 1757 ab, ebenso ein Nachfolgebau während der Befreiungskriege 1813. Noch heute befindet sich am Ende der Saalstraße eine Brücke, jedoch in moderner Ausführung.

Hospitalkirche Dahme
Im Jahr 1304 fanden in Dahme erstmals Karmelitermönche Erwähnung. Das von ihnen errichtete Kloster brannte 1563 ab. Ein Jahr später übergab der Magdeburger Erzbischof die Anlage der Stadt Dahme mit der Maßgabe, ein Hospital zu errichten. Doch erst von 1732 bis 1734 wurde die Klosterruine zu einer Hospitalkirche umgebaut. Für die Planungen zu diesem Barockbau zeichnete Johann Christoph Schütze verantwortlich.
Ab 1923 wurden in einem Teil der Hospitalkirche 24 Wohnungen für Rentner eingebaut. Das Äußere mit hohem Mansarddach und der verbliebene Kirchenraum haben sich bis heute erhalten. Der 1998 durch Blitzschlag verloren gegangene Turm wurde rekonstruiert.

Residenz Zerbst, Weihnachtsbaum
Das Schmücken eines Weihnachtsbaumes für die Zerbster Fürstenfamilie zum Fest 1733 ist ein weiteres Zeichen der enormen Vielseitigkeit und Kreativität des Baumeisters Johann Christoph Schütze. In den erhaltenen Originalakten ist die "Auszierung eines grünen Baumes am Weihnachtsabend" verzeichnet. Die später zur Tradition gewordene Aufstellung von Weihnachtsbäumen ist hier erstmals für die Region belegt. Vermutlich wurde der Baum im Festsaal des Schlosses, der sich im Haupttrakt befand, präsentiert.

Schlossanlage Dornburg, Stall- und Wagengebäude für den Gutshof
Im Bereich des Dornburger Gutshofes bestand eine weitere Aufgabe Schützes in der Errichtung eines Stalls für Pferde und Kühe, der ab 1733 nach seinen Entwürfen rechterhand der Schlossauffahrt entstand. Die Arbeiten währten bis 1736.
Das Stallgebäude wurde zu DDR-Zeiten, vermutlich in den 1960er Jahren, durch die LPG massiv verändert, ist aber in seiner Grundstruktur bis heute erhalten.

Burg Walternienburg
Die Ersterwähnung der Walternienburg datiert wohl ins Jahr 973. Der heute noch erhaltene Bergfried stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nach dem Aussterben der Grafen von Barby 1659 wurden das Amt und die Burg von Zerbst aus verwaltet. Schütze zeichnete ab 1733 Pläne für den Umbau der Burg. Das Aussehen der durch Schütze veränderten Anlage war bis zum Abbruch prägend.
Die Walternienburg fiel 1815 an Preußen. Nachdem die Wohnungen in der Burg aufgegeben wurden, erfolgte nach 1973 keine Nutzung mehr. Die durch Leerstand baufällig gewordenen Gebäude fielen ab 1988 dem Abbruch anheim. Burgturm, Ringmauer und ein Gewölbekeller blieben erhalten und wurden saniert. Von 2008 bis 2010 entstand eine Markt- und Festscheune mit Informationszentrum. Die Burganlage dient heute kulturellen und touristischen Zwecken.

Kirche Hohenlepte, Turm
Die spätromanische Kirche in Hohenlepte fand 1308 erstmals urkundliche Erwähnung. Im Jahr 1734 erhielt die Kirche einen neuen barocken Turm mit Fachwerklaterne und Zwiebeldach. Als Urheber des Entwurfs ist wohl Schütze zu sehen.
Obwohl die Kirche im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, konnte sie nach Reparaturen wieder in Nutzung gehen. Infolge von Feuchtigkeitsschäden musste 1976 das Dach des Kirchenschiffes abgetragen werden. Der erhaltene Altarraum wird noch heute für Gottesdienste genutzt. Der barocke Kirchturm wurde 2001 saniert, weitere Sicherungen erfolgten 2010.

Residenz Zerbst, Hauptorangerie
An Stelle der Lustgrotte von Simonetti wurde am nördlichen Ende des Lustgartens die Zerbster Hauptorangerie errichtet. Schütze zeichnete für die Planung, für die er die Form des Vorgängerbaus aufgriff, und die Bauaufsicht verantwortlich. Im Mai 1735 begannen die Arbeiten zur repräsentativen Orangerie. Nach der Fertigstellung des Rohbaus im Oktober 1736 wurde der Dachstuhl errichtet und eingedeckt. Mehrere Steinhauer und Steinmetze stellten bis 1739 die eindrucksvollen Sandsteindekorationen der Fassade her. In diesem Zeitraum wurden auch die Fenster und Türen angefertigt und eingebaut. Säulen und Pilaster gliederten den Mittelsaal. Die Hauptorangerie war im März 1741 vollendet. Das elegante Gebäude, ein Meisterwerk barocker Baukunst, diente nicht nur der Überwinterung von Kübel- und Topfpflanzen, sondern bildete auch den Rahmen für glanzvolle Feste.
Der repräsentative Bau blieb trotz der Parkumgestaltung im englischen Stil und der Abbruchmaßnahmen im 19. Jahrhundert erhalten und wurde 1922/23 saniert. Die Schäden, die das Gebäude 1945 davontrug, waren gravierend, aber nicht substanziell. Die Abnahme der Dachziegel auf Anordnung des Zerbster Stadtbauamtes und die Brandstiftung von 1948 führten zur Vernichtung der Orangerie. Später wurden noch die Sandsteinverzierungen abgebrochen und entsorgt. Die verbliebenen Mauerteile verdeutlichen noch die Grundstruktur des Gebäudes.

Residenz Zerbst, Orangenhaus
Parallel zur Zerbster Hauptorangerie entstand 1736/37 ein Orangenhaus im "Herzogin Garten", das mit dem dortigen Lusthaus und dem Becken mit Wasserspielen eine Einheit bildete. Die Planung ist wohl auf den Hofbaumeister Schütze zurückzuführen, die Ausführung oblag dem Hofmaurer Erler und dem Hofzimmermann Gleichner. Die nach Südwesten ausgerichtete Fassade des zweckorientierten Gebäudes auf rechteckigem Grundriss von etwa 17 Metern x 7 Metern war in Glas aufgelöst.
Das später nicht mehr benötigte Orangenhaus wurde 1873 abgebrochen. Die Pflanzenbestände kamen in die Orangerien nach Dessau und Oranienbaum.

Schloss Zerbst, Pavillon am Westflügel
Johann Christoph Schütze schuf für Fürst Johann August (1677-1742) zahlreiche Entwürfe, die den großzügigen Ausbau des Zerbster Schlosses zu einer Vierflügelanlage vorsahen. Die imposanten Planungen waren jedoch in diesem Umfang im kleinen Fürstentum Anhalt-Zerbst finanziell nicht realisierbar. Nur Details der Visionen Schützes, darunter die Erweiterung des Westflügels um einen Pavillon, kamen zur Ausführung. Schütze führte für diesen im Frühsommer 1736 begonnenen Schlosstrakt auch die Bauleitung. Für die Errichtung des Pavillons zeichnete der Hofmaurermeister Erler mit seinen Gesellen verantwortlich. Nach Vollendung des Rohbaus zwei Jahre später setzte der Hofzimmermeister Gleichner den Dachstuhl auf. Parallel stellten Steinmetze die sandsteinernen Verzierungen der Fassaden und Dächer her. Außerdem wurden Fenster und Türen eingesetzt. Im September 1738 begann der innere Ausbau des Pavillons. Für die künstlerische Ausgestaltung zeichneten der Bildhauer Trebeßky und der Kunstmaler Ranie verantwortlich. Schütze schuf in seiner Eigenschaft als Bildhauer ebenfalls Dekorationen. Für die Ausstattung wurden Tapisserien, Tapeten, Möbel, Leuchter usw. beschafft. Fürst Johann August erlebte die Vollendung des von ihm in Auftrag gegebenen Pavillons nicht mehr. Seine Nachfolger ließen die Ausgestaltung bis Ende 1744 fertigstellen.
Der Pavillon war nur wenige Jahre von Mitgliedern der fürstlichen Familie bewohnt. Im 19. Jahrhundert wurde darin die Kastellanwohnung eingerichtet, die bis 1945 bestand. Ab 1936 nahm die Studiensammlung des Schlossmuseums das erste Obergeschoss ein, in der obersten Etage etablierte sich 1920 das Finanzamt. Der Pavillon brannte infolge des Luftangriffs auf Zerbst am 16. April 1945 aus. Ohne Rücksicht auf die am Äußeren und im Inneren noch vorhandenen Schmuckelemente wurde der Pavillon 1948 gesprengt und komplett beseitigt.

Schloss Coswig/Elbe, Hauptwachgebäude
Das Corps de logis des Coswiger Schlosses wurde von 1670 bis 1674 errichtet. Mit den von 1675 bis 1678 daran angefügten Erweiterungsbauten entstand der erste barocke Schlossneubau in Anhalt. Die Planungen dafür stammen sehr wahrscheinlich von Cornelis Ryckwaert. Das Schloss diente den Zerbster Fürstinnen als Witwensitz. Der Hofbaumeister Johann Christoph Schütze entwarf 1738 ein neues Hauptwachgebäude für das Schloss. Das aus zwei sehr eleganten Barockbauten rechts und links der Zugangsbrücke bestehende Ensemble bildete nach der Ausführung einen repräsentativen Schlosszugang.
Mit Friederike Auguste Sophie (geb. 1744) starb 1827 die letzte Zerbster Fürstin im Schloss Coswig. Im Jahr 1873 begann der Umbau zur Strafanstalt. In diesem Zusammenhang wurde auch die nicht mehr benötigte Wache abgebrochen.

Friesland, Friederikenvorwerk
Nachdem Jever 1667 in den Besitz der Zerbster Fürsten gelangte, wurde durch umfangreiche Eindeichungen neues Land gewonnen, das bewirtschaftet werden konnte. Im Jahr 1721 entstand der heute noch existente Friederikengrodendeich. Dort wurde 1738 das Friederikenvorwerk errichtet. Das Hauptgebäude der fürstlichen Domäne erhielt ein überaus prächtiges sandsteinernes Portal mit den Wappen von Anhalt-Zerbst und Württemberg-Weiltingen, den fürstlichen Initialen sowie dem dänischen Elefantenorden. Für den Zugang, der eine sehr enge Verwandtschaft zum Mittelportal der Zerbster Hauptorangerie aufweist, hat sich eine von Schütze signierte Entwurfszeichnung erhalten.
Das Hauptgebäude des Friederikenvorwerks mit seinem eindrucksvollen Portal ist erhalten. Das in Privatbesitz befindliche Areal ist heute ein Bauernhof mit Ferienwohnungen.

Residenz Zerbst, Nördlicher Lustgarten
Im Anschluss an den Bau des Schlossgrabens an der Nordseite des Zerbster Residenzschlosses und der Errichtung der Lustgrotte entstand ab 1702 ein neuer Lustgarten. Das mehrteilige Broderieparterre mit zwei seitlichen Baumgärten und Treillagepavillons wurde vom Hofbaumeister Giovanni Simonetti geplant und unter der Leitung des Hofgärtners Johann Gottfried Unger bis ins Rechnungsjahr 1705/06 ausgeführt. Erneuerungen der Bepflanzungen sind für die Jahre 1727 und 1732 belegt. Ab Juli 1738 erfolgte die komplette Neugestaltung des nördlichen Lustgartens nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Christoph Schütze. Die Umsetzung innerhalb eines Jahres erfolgte unter der Leitung des Lust- und Hofgärtners Johann Daniel Unger. Auch Sandsteinfiguren, zu denen sich zwei Entwürfe Schützes von 1742 erhalten haben, und ein Springbrunnen mit runder Sandsteineinfassung gehörten zum Broderieparterre, das von einer Hainbuchenhecke gerahmt wurde.
Der Garten nach Schützes Entwurf hatte nicht lange Bestand und erhielt von September 1748 bis etwa 1751 eine völlig neue Gestalt. Es entstanden Bosketts mit Hainbuchen und Spalierobst. Mit dem Weggang der Zerbster Fürstenfamilie verwilderte der Lustgarten und wurde 1798/99 gänzlich aufgegeben. An seiner Stelle entstand eine Wiese, die noch heute existiert.

Residenz Zerbst, Gewächshaus an der Stadtmauer
In unmittelbarer Nähe der Zerbster Hauptorangerie, direkt an der Stadtmauer, entstand 1738/39 ein neues Gewächshaus. Dazu wurde der obere Teil der Stadtmauer abgetragen und mit Ziegelsteinen neu aufgemauert. Die anderen drei Seiten des langgestreckten Hauses wurden in Fachwerk errichtet. Die Bauausführung lag in der Zuständigkeit des Hofmaurermeisters Erler und des Hofzimmermeisters Gleichner. Den Ofen zur Temperierung des Inneren setzte der Hoftöpfer Helmberg. Während die Bauleitung beim Hofbaumeister Schütze lag, dürften die Entwürfe zu diesem Gewächshaus wohl eine Gemeinschaftsarbeit von ihm sowie dem Lust- und Hofgärtner Unger gewesen sein.
Kurz nach 1810 wurde das nicht mehr benötigte, sicher auch Bauschäden aufweisende Gewächshaus abgebrochen.

Residenz Zerbst, Schlossgraben mit Bastion
Vermutlich hat bereits der Baumeister und Ingenieur Cornelis Ryckwaert Anstrengungen unternommen, das sumpfige Gebiet nördlich des Zerbster Residenzschlosses zu entwässern. Unter seinem Nachfolger im Hofbauamt, Giovanni Simonetti, entstand in den Jahren 1698 bis 1702 der mit Eichenholz eingefasste Schlossgraben. Außerdem wurde eine Brücke darüber errichtet, die die Verbindung zwischen Schloss und nördlichem Lustgarten herstellte. Der Hofbaumeister Johann Christoph Schütze entwickelte für Fürst Johann August von Anhalt-Zerbst (1677-1742) mehrere großzügige Pläne zur Erweiterung des Schlosskomplexes, die jedoch nur ansatzweise zur Ausführung kamen. Ein Bestandteil dieser Konzepte war eine große Bastionsmauer rings um das Schloss, mit deren Errichtung im Bereich hinter dem Corps de logis im Mai 1738 begonnen wurde. Der wasserführende Graben und das sumpfige Areal erschwerten die Arbeiten so massiv, dass die Umsetzung nur durch die Herstellung von Schalungen und Wehren sowie unter permanentem Abpumpen des eingedrungenen Wassers möglich wurde. Für die Fundamente fanden Feldsteine Verwendung, für den Mauerkern Ziegelsteine. Die Umsetzung lag in den Händen des Hofmaurermeisters Erler. Die Verkleidung der Außenseiten mit Sandsteinplatten stammte vom Bildhauer Trebeßky. Zur Ausführung kamen die etwa 120 Meter lange Bastionsmauer an der Nordseite des Corps de logis und ein Teilstück am Westflügel des Schlosses. Die Regenten Johann Ludwig (II.) von Anhalt-Zerbst (1688-1746) und Christian August (1690-1747) stellten den Weiterbau auf Grund zu hoher Kosten im Jahr 1744 ein.
Der unvollendete Abschnitt am Westflügel wurde später abgetragen, der dortige Wassergraben mit der Umgestaltung des Schlossgartens 1798/99 verfüllt. Obwohl die nördliche Bastionsmauer nach dem Luftangriff 1945 keine substanzgefährdenden Schäden aufwies, wurde sie mit der Sprengung des Schlosses ebenfalls entfernt.

Schloss Zerbst, Spiegelkabinett
Bevor Fürstin Hedwig Friederike (1691-1752) das westliche Appartement im zweiten Obergeschoss des Corps de logis beziehen konnte, mussten die Zimmer renoviert und neu ausgestattet werden. Für die komplette Umgestaltung eines Raumes zum Spiegelkabinett lieferte Schütze die erforderlichen Pläne. Die Arbeiten daran begannen Mitte 1739. Die Wandpaneele mit geschnitzten und vergoldeten Verzierungen, in die die Spiegel eingelassen waren, stellten die Bildhauer Trebeßky und Stutz her. Auf den Konsolen kamen Porzellane und Fayenceprodukte aus der Zerbster Manufaktur zur Aufstellung. Auch die stuckierte Decke wurde mit Spiegeln versehen. Das Mobiliar, das passend zur Boiserie gearbeitet wurde, stellten der Tischler Mickan und der Bildhauer Stutz 1741/42 her. Fürstliche Porträts in goldenen Rahmen schmückten die oberen Wandabschnitte. Mit der Aufstellung eines Ofens endeten Mitte 1743 die Arbeiten am Spiegelkabinett.
Das Mobiliar des Spiegelkabinetts, die Porträts und der Intarsienfußboden gingen mit der Beräumung des Schlosses 1919 verloren. Der im Rahmen des Schlossmuseums nicht zu besichtigende Raum wurde 1945 komplett vernichtet.

Burg Heldrungen, Befestigungsanlagen
Die Wasserburg in Heldrungen stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg erfolgte 1664 bis 1668 deren Wiederaufbau unter Johann Moritz Richter. Der Festungsgürtel entstand in barocken Formen nach französischem Vorbild. Im Auftrag des Herzogs Johann Adolph II. von Sachsen-Weißenfels (1685-1746) arbeitete Schütze wohl nach 1740 an den langsam verfallenden Befestigungsanlagen.
Die 1815 an Preußen geratene Festung wurde im 20. Jahrhundert mehrfach restauriert. Heute befinden sich in der gut erhaltenen Anlage eine Jugendherberge und ein Cafe.

Denkmal für Johann August von Anhalt-Zerbst
Johann August wurde am 29. Juli 1677 in Zerbst geboren. Nach dem Tod seines Vaters, Fürst Carl Wilhelm, im Jahr 1718 übernahm er die Regentschaft in Anhalt-Zerbst. Er prägte entscheidend das Aussehen der fürstlichen Residenz. Unter seiner Regierung entwickelte sich das geistig-kulturelle Leben am Zerbster Hof sehr stark. Mit dem Tod des Fürsten Johann August, dem Träger des dänischen Elefantenordens, am 7. November 1742 erlosch die Hauptlinie Anhalt-Zerbst. Die Regentschaft ging auf die Nebenlinie Anhalt-Zerbst-Dornburg über, die von den fürstlichen Brüdern Johann Ludwig (1688-1746) und Christian August (1690-1747) wahrgenommen wurde. Johann Christoph Schütze entwarf für seinen langjährigen Auftraggeber und Gönner ein barockes Denkmal. Das sehr imposante Ehrenmal sollte mit allegorischen Figuren, Attributen und Wappen geschmückt werden. In Latein war sein Leitspruch "Frömmigkeit und Weisheit" vorgesehen. Oben auf einer Säule sollte Johann August mit Harnisch, Allongeperücke und Herrscherstab stehen.
Seine Nachfolger ließen das eindrucksvolle Denkmal für den bedeutendsten Regenten von Anhalt-Zerbst leider nicht realisieren.

Kirche Hundeluft
Im Jahr 1735 hatte Fürst Johann August von Anhalt-Zerbst (1677-1742) den Ort Hundeluft erworben. Die dortige eindrucksvolle Barockkirche wurde auf seine Veranlassung von 1742 bis 1746 nach einem Entwurf Schützes errichtet. Die erforderlichen Baupläne hatte er aus Weißenfels nach Hundeluft gesandt. Nach einer ersten Zeichnung Schützes sollten große Teile des Vorgängerbaus in die neue Kirche einbezogen werden. Doch es entstand ein völlig neuer achtseitiger Zentralbau mit Westturm und kleiner Apsis.
Die restaurierte evangelische St. Bonifatiuskirche mit schlichter Ausstattung wird noch heute für Gottesdienste und Konzerte genutzt.

Residenz Zerbst, Feuerwerk
Mit Beginn der Planungen und der Vorarbeiten zum Bau des Ostflügels des Zerbster Schlosses wurde Johann Christoph Schütze mit Schreiben vom 17. August 1743 als Hofbaumeister aus Zerbster Diensten entlassen. Als Grund ist darin angegeben, dass er durch seine Weißenfelser Verpflichtungen nicht immer in Zerbst anwesend sein konnte, wenn es erforderlich war. Die regierenden fürstlichen Brüder Johann Ludwig (II.) von Anhalt-Zerbst (1688-1746) und Christian August (1690-1747) nahmen schließlich den preußischen Baukondukteur Johann Friedrich Friedel unter Vertrag. Dieser hielt sich ab 1744 monatsweise in Zerbst auf, trug aber nicht den Titel Hofbaumeister. Parallel beauftragten die Regenten Schütze mit den Planungen zur Illumination und zum Feuerwerk im nördlichen Lustgarten anlässlich der Vermählung von Sophie Auguste Friederike (1729-1796), der späteren Zarin Katharina II., mit dem russischen Thronfolger Peter (1728-1762). Das eindrucksvolle Spektakel, für das Schütze ein Honorar erhielt, fand am 17. September 1745 statt. Seine Zeichnung diente als Vorlage für einen vom Leipziger Kupferstecher Johann Martin Bernigeroth 1746 hergestellten Kupferstich.
Der Stich ist im Original im Kupferstichkabinett des Zerbster Schlosses zu sehen.

Burg Querfurt, untere Brücke
Die Burg Querfurt war seit dem 10. Jahrhundert der Stammsitz der Edlen Herren von Querfurt. Aus dieser Zeit stammt auch die älteste, in Teilen heute noch vorhandene Bausubstanz, die in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert und erneuert wurde. Die Herrschaft Querfurt fiel 1496 an das Erzbistum Magdeburg und 1635 an Kursachsen. Das 1663 entstandene reichsunmittelbare Fürstentum Sachsen-Querfurt wurde 1815 an Preußen abgetreten. Kurz nach 1745 ersetzte vermutlich Schütze im Auftrag des Weißenfelser Herzogs die untere hölzerne Zugbrücke der Burg durch eine steinerne Brücke.
Die in eine Domäne umgewandelte Herrschaft Querfurt wurde 1936 aufgelöst. Seit 1952 befindet sich ein Museum in der Burganlage. Die untere Steinbrücke existiert noch heute.

Trauerfeier für Herzog Johann Adolph II. von Sachsen-Weißenfels
Der am 4. September 1685 geborene Prinz Johann Adolph schlug als jüngster Sohn des Herzogs Johann Adolph I. von Sachsen-Weißenfels (1649-1697) die militärische Laufbahn ein und erlangte den Rang eines Generalfeldmarschalls. Nach dem Tod seiner beiden Brüder übernahm er 1736 die Regentschaft in Sachsen-Weißenfels. Johann Adolph II. verstarb nach einem Herzanfall am 16. Mai 1746 im Alter von 60 Jahren in Leipzig. Aus seinen beiden Ehen gingen fünf Jungen hervor, die jedoch alle im Kleinkindalter verstarben. Deshalb erlosch mit ihm die kursächsische Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels. Johann Christoph Schütze entwarf die Dekorationen zur Aufbahrung des Herzogs in der Kirche des Klosters St. Claren in Weißenfels und zum sogenannten Castrum doloris in der Schlosskapelle sowie seinen Sarg.
Die Zeichnungen Schützes bildeten die Grundlage für zwei in Leipzig von Johann Martin Bernigeroth 1748 hergestellte Kupferstiche. Die Dekorationen weisen starke Parallelen zu den Aufbahrungen des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst (1690-1747) auf. Der Prunksarg des Herzogs ist erhalten und kann seit der Restaurierung der Gruft des Schlosses Neu-Augustusburg in Weißenfels mit insgesamt 38 Sarkophagen besichtigt werden.

Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Altar der Schlosskapelle
Die frühbarocke Schlosskirche St. Trinitatis im Nordflügel des Weißenfelser Schlosses entstand von 1664 bis 1667, die Stuckaturen wurden ab 1677 geschaffen. Eine besondere Zierde bildete der Kanzelaltar, den die Bildhauer Johann Heinrich Böhme und Johann Balthasar Stockhammer 1678/80 schufen. Der Rückfall des Schlosses Neu-Augustusburg an das kurfürstliche Haus nach Erlöschen der Linie Sachsen-Weißenfels war mit der Einführung katholischer Gottesdienste verbunden. Dies erforderte Veränderungen in der Anordnung von Altar und Kanzel in der Schlosskapelle. Mit der Planung wurde der nunmehrige königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Baumeister Schütze beauftragt. Dieser löste die Kanzel heraus und ließ ein Verkündigungsrelief von Christian Benjamin Rauschner einfügen. Die Kanzel, um einen Schalldeckel und eine Treppe ergänzt, fand an der Westwand der Kapelle ihren Platz. Die Arbeiten wurden 1746/47 ausgeführt.
Der von Schütze umgeänderte Altar und die Kanzel sind noch heute in der sanierten Schlosskirche zu bewundern, in der regelmäßig Gottesdiente und Konzerte stattfinden.

Residenz Zerbst, Trauerfeierlichkeiten für Fürst Christian August
Prinz Christian August aus der Nebenlinie Anhalt-Zerbst-Dornburg erblickte am 29. November 1690 im Stammsitz der Familie in Dornburg das Licht der Welt. Da zur damaligen Zeit für ihn keinerlei Aussicht auf eine Herrscherfunktion bestand, schlug er die militärische Laufbahn ein. Er diente unter drei preußischen Königen und erreichte den Rang eines Generalfeldmarschalles. In seiner Eigenschaft als Kommandant und später als Gouverneur von Stettin nahm er dort mit seiner Familie Wohnsitz. Seine Tochter Sophie Auguste Friederike (1729-1796), die als russische Zarin Katharina II. Berühmtheit erlangte, wurde dort geboren. Nach Erlöschen der Linie Anhalt-Zerbst ging die Regentschaft an die Dornburger Nebenlinie über. Christian August übernahm gemeinsam mit seinem älteren Bruder Johann Ludwig (1688-1746) die Regierung in Zerbst. Beide gaben den Bau des östlichen Schlosstraktes in Auftrag, mit dem die Barockanlage vollendet wurde. Doch Christian August verstarb noch während der Bauphase und nur vier Monate nach seinem Bruder am 16. März 1747. Seine Witwe Fürstin Johanna Elisabeth (1712-1760), die die Regierungsgeschäfte vormundschaftlich für ihren Sohn führte, beauftragte Johann Christoph Schütze mit den Planungen zu den Trauerfeierlichkeiten. Er plante die Aufbahrung des Regenten im Roten Saal und die Trauerzeremonie in der Schlosskapelle inklusive aller Dekorationen. Nach seinen Zeichnungen stellte Johann Martin Bernigeroth in Leipzig 1750 und 1751 zwei Kupferstiche in einer Auflagenhöhe von je 1.500 Exemplaren her.
Die beiden Stiche sind im Original im Kupferstichkabinett des Zerbster Schlosses zu sehen.

Residenz Zerbst, Sarg des Fürsten Christian August
Johann Friedrich Friedel, der mit dem Bau des Ostflügels des Zerbster Schlosses beauftragt war, hatte den ersten Sarg des 1747 verstorbenen Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst (1690-1747) entworfen. Der zwei Jahre später weitestgehend vollendete Sarkophag genügte den Ansprüchen der Fürstinwitwe Johann Elisabeth (1712-1760) offensichtlich nicht, so dass sie im September 1749 beim königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsischen Baumeister Schütze einen neuen Entwurf in Auftrag gab. Zwei Detailplanungen von 1751 sind überliefert. Die Ausführung des Prunksarges nach Schützes Plänen lag in den Händen der Kupferschmiede Warnitz und Kehrel, des Hofschlossers Braune, der Bildhauer Stutz, Trebeßky und Ehrlich sowie des Hofgürtlers Förster. Der sehr prunkvolle Sarkophag war größtenteils vergoldet, einige Ornamente waren versilbert. Der im Rechnungsjahr 1758/59 fertiggestellte Sarg fand in der fürstlichen Gruft im Schloss Aufstellung.
Der Sarg Christian Augusts wurde während der Zerstörung des Schlosses und der sich anschließenden Plünderung stark beschädigt. Mit der Umbettung der fürstlichen Grablege in die Gruft der St. Bartholomäikirche im September 1948 gelangte auch sein Sarg dorthin. Wünschenswert ist, dass der Sarg des Vaters von Katharina II. sowie die anderen 16 Särge der Zerbster Fürstenfamilie sukzessive restauriert werden und wieder würdevoll im Schloss Aufstellung finden.

Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Umbau von Räumen
Das frühbarocke Schloss Neu-Augustusburg wurde für die Herzöge von Sachsen-Weißenfels von 1660 bis 1690 errichtet. Für die wesentlichen Planungen zeichneten Johann Moritz Richter d. Ä. und d. J. verantwortlich. Obwohl die herzogliche Linie Sachsen-Weißenfels im Jahr 1746 erlosch und damit der Residenzstatus entfiel, kam es im Auftrag des kurfürstlich-sächsischen Hauses zu Sanierungen und Veränderungen. Von 1753 bis 1756 erfolgten durch Johann Christoph Schütze Umbauten im Südflügel des Schlosses. Der große Festsaal mit etwa 35 Metern x 15 Metern wurde in Appartements umgewandelt. Der Opern- und Komödiensaal erfuhr ebenfalls Veränderungen. Außerdem begleitete Schütze zahlreiche Reparaturen am Schloss.
Mit den Instandsetzungsarbeiten und Umbauten von 1815 bis 1818 und der Nutzung als Kaserne von 1819 bis 1945 gingen fast sämtliche Innendekorationen verloren. Nur die Schlosskapelle blieb in Gänze erhalten. Nach 1945 diente das Gebäude Wohnzwecken, als Fachschule und als Museum. Im teilweise sanierten Schloss können heute das Museum und die Kapelle mit der Fürstengruft besichtigt werden. Der komplette Südflügel und andere Teile des Schlosses stehen leer.

Resümee
Johann Christoph Schütze, von dem leider kein Porträt überliefert ist, war ein vielseitiger, bedeutender Künstler der Barockzeit. In seiner 21jährigen Tätigkeit als Zerbster Hofbaumeister hatte er zahlreiche Bauten und Dekorationen geschaffen, die das Bild der anhaltischen Residenz ganz entscheidend prägten. Seine dem Hochbarock verpflichteten Entwürfe waren kreativ und wohlproportioniert. Schmückende Ornamentik setzte er gezielt ein, ohne zu überladen und damit pompös zu wirken. Einige großartige Planungen, die ihn als versierten Baumeister auszeichnen, waren im kleinen Fürstentum Anhalt-Zerbst jedoch nicht realisierbar. Die ausgeführten Bauten entsprachen aber den Anforderungen des Regenten und den Repräsentationszwängen des Fürstenhauses.
Nicht völlig ungewöhnlich für die Barockzeit, aber doch erstaunlich und bewundernswert war das breit gefächerte Leistungsspektrum des Künstlers Schütze. Zu einer Baumeisterpersönlichkeit gehörten vielfältiges Wissen und ein breiter Erfahrungsschatz - beides war ihm zu eigen. Er beherrschte alle Aspekte der Baukunst. Johann Christoph Schütze baute Schlösser um und erweiterte sie, schuf Pläne zu Innendekorationen und Ausstattungsstücken für Profanbauten sowie Objekten in Kirchen, errichtete Orangerien, Lusthäuser sowie andere fürstliche Gebäude und Kavalierhäuser, gestaltete Gärten, baute Kirchen, Befestigungen, Brücken und Wasserleitungen, plante Feuerwerke, Denkmäler, Sarkophage, Trauerzeremonien und vieles mehr. Fast alle von ihm realisierten Werke stammen auch aus seiner Feder. Die Bauleitung, die er vielfach führte, erforderte neben künstlerischen und unternehmerischen Fähigkeiten auch logistisches Können. Schütze wurde auch diesen Anforderungen gerecht. Außerdem beteiligte er sich an der praktischen Umsetzung von Planungen. Als versierter Bildhauer und Stuckateur stellte er Sandsteinstatuen sowie anderen sandsteinernen Zierrat her und schmückte Innenräume mit qualitätsvollen Stuckdekorationen. Auch als Porträtist, Maler und Zeichenlehrer war er erfolgreich tätig.
Johann Christoph Schützes enorme künstlerische Vielseitigkeit sowie die hohe Qualität seiner Planungen und ausgeführten Bauten machen ihn zu einer herausragenden Baumeisterpersönlichkeit der Barockzeit. Der Kunsthistoriker Ludwig Grote formulierte in seinem Aufsatz von 1934 sehr treffend: "Johann Christoph Schütze verdient nicht nur einen Ehrenplatz in der mitteldeutschen Kunstgeschichte, er hat auch Anspruch auf Beachtung über unsere Heimat hinaus in der Geschichte des deutschen Barocks."

Dirk Herrmann

In: Zerbster Heimatkalender 2015, Seite 174—191


Literatur:
Ausstellungsband: Barocke Fürstenresidenzen an Saale, Unstrut und Elster, Petersberg 2007.
Ausstellungskatalog: 300 Jahre Vollendung der Neuen Augustusburg, Residenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels, Weißenfels 1994.
Horst Dauer, Schlossbaukunst des Barock von Anhalt-Zerbst, Köln/Weimar/Wien 1999.
Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt II, München/Berlin 1999.
Katja Heitmann, Fürstliche Selbstdarstellung und Herrschaftslegitimation, In: Fürsten ohne Land, Höfische Pracht in den sächsischen Sekundogenituren Weißenfels, Merseburg und Zeitz, Berlin 2009.
Dirk Herrmann, Schloss Zerbst in Anhalt, Regensburg 2005.
Dirk Herrmann, Der Zerbster Schlossgarten und seine Gebäude. Die Entwicklung eines bedeutenden Barockensembles um das Residenzschloss. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Heft 14, Halle/Saale 2005.
Georg Piltz, Kunstführer durch die DDR, Leipzig/Jena/Berlin 1982.
Reinhard Schmitt, Burg Querfurt. Die Bebauung neben dem Nordost-Rondell: Tor, Brücke und Wohnhaus. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Heft 9, Halle/Saale 2000.
Mario Titze, Die Geburtsurkunde des Barock in Anhalt. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Heft 18, Halle/Saale 2009.
Johann Heinrich Zedler, Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, Halle und Leipzig 1732 ff.

Internet:
www.brandenburg-abc.de
www.burg-querfurt.de
www.dahme.de
www.ekd.de
http://feuerwehr-weissenfels.de
www.kirchenkreis-zerbst.de
www.kirchenstiftung-zerbst.de
www.mittlere-elbe-flaeming.de
http://ruz-schortens.de
www.schlossmuseum.de
www.stadt-zerbst.de
www.stefan-schueler.de
www.teltow-flaeming.de
www.wikipedia.de

Simonettis Œuvre Johann Christoph Schützes Œuvre, Grafik von Dirk Herrmann


Zum Seitenanfang Zurück zur Publikationsübersicht Seite drucken