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"Schlösser in Anhalt"
Die Residenzen Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst

Das Interesse am Zerbster Schloss und an den Residenzen der anderen ehemaligen anhaltischen Länder ist sehr hoch. Über Jahrzehnte wurden nur wenige aussagekräftige Details zu den Residenzschlössern gezeigt, so dass noch ein hoher Informationsbedarf besteht. Publikationen der neueren Zeit konnten einen Teil des Defizits auf diesem Gebiet beseitigen. Die Ausstellung hat einen weiteren Beitrag dazu geleistet.

Auch nach der Zerstörung des Zerbster Residenzschlosses identifizieren sich die Bürger der Stadt noch immer mit dem einst so großartigen Bauwerk, dass einen sehr hohen Stellenwert in der mitteldeutschen Kunstgeschichte einnahm. Ein ganz besonderer Aspekt zur Darstellung der Geschichte des Gebäudes war die Präsentation von erhaltenen Bauzeichnungen und Bauaufnahmen. So konnten die ursprünglichen Planungen und Gedanken der Zeit gut nachvollzogen werden.

  Ausstellung Schloesser Ausstellung im Museum der Stadt Zerbst
Entwürfe des 17. und 18. Jahrhunderts, die die Entstehung des Zerbster Schlosses dokumentierten, wurden 1944 zum letzten Mal öffentlich gezeigt. Ein kompletter Raum im Schlossmuseum Zerbst widmete sich diesem Thema. Nach mehr als 50 Jahren wurden ausgewählte Dokumente wieder für kurze Zeit der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Die Sonderausstellung vermittelte den Besuchern einen Überblick zu den einstigen Residenzschlössern in Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst. Die vier Schlösser in den ehemaligen Hauptstädten der Teilfürstentümer sind zum Teil noch heute von großer baukünstlerischer Bedeutung. Sie stellten einst den politischen und den kulturellen Mittelpunkt der Fürstentümer dar. Die verschiedenen Stilrichtungen deuten an, welche Residenz in welchem Zeitabschnitt die größte Bedeutung besaß. Zweifellos nahm das Barockschloss Zerbst, an dem viele namhafte Baumeister und Künstler wirkten, in seiner äußeren Geschlossenheit und mit seiner kostbaren Innenausstattung einen besonderen Stellenwert ein. Die ursprüngliche Schönheit der Schlösser in Dessau und Zerbst, die 1945 fast völlig zerstört wurden, machten zahlreiche Bilddokumente deutlich.

Die Residenzschlösser von Dessau, Köthen und Zerbst wurden durch Modelle veranschaulicht. Außerdem wurde der "Aloe-Turm" (Gewächshaus für eine Agave im Zerbster Schlossgarten), der für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Potsdam angefertigt wurde, gezeigt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten originale Entwürfe und Bauzeichnungen für Zerbst aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zahlreiche Stiche der Zeit veranschaulichten den Baufortgang in Zerbst, Fotos dokumentierten den Zustand vor der Zerstörung 1945. Einige Ausstattungsstücke des ehemaligen Schlossmuseums, die die Zeiten überdauert haben, wurden ebenfalls präsentiert.

Dirk Herrmann


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